R 25 Spezialisten
Die BMW R 25 ist
das meistgebaute Motorrad aus den Münchener BMW-Hallen. Wer mit diesem Motorrad unterwegs ist, hält garantiert vor keinem Supermarkt, ohne dass ein älteres Semester sich einfindet und von seiner Zeit mit diesem Motorrad berichtet. Oder es ist
ein Maxfahrer, der erzählt, wie seine NSU auf der Autobahn nach Köln die Einzylinder- BMW´s der Reihe nach versägt hat, obwohl die Lotti noch hintendrauf sass und der BMW Pilot den “langen Mann” mit fliegen Rockschössen gemacht hat...
Ein
tolles Forum für BMW R 25 Enthusiasten gibt es hier Viele Tips und interessante Beiträge rund um den edlen Single.
Restaurierungsbericht BMW R25/0
Detailfotos R25/0
Restaurierungsbericht BMW R25/2
Restaurierung BMW R25/3
Niederländischer BMW Mono Club
.

BMW R 20 bis R 25/3
Als Nachfolger der R 2 wurde 1937 die 200cc Variante R 20
mit verschraubtem Rohrrahmen aufgelegt und bildete den Grundstein für eine sehr erfolgreiche Serie von Einzylindermaschinen mit Rohrrahmen (bis R 24 verschraubt, danach verschweisst) und Telegabel. Als 1938 die Steuer- und
Führerscheinpflicht für Motorräder bis 200cc eingeführt wurde und darüberhinaus eine neue Führerscheinklasse bis 250cc eingeführt wurde, zögerte BMW nicht lang, nahm die sowieso mit 8 PS nicht gerade übermotorrisierte R 20 aus dem Programm und
ersetzte diese durch eine 250cc Variante Namens R 23, optisch leicht am in den Tank eingelassenen Werkzeugkasten zu erkennen. Nun standen 10 PS am Hinterrad zur Verfügung. Da dies für Kriegszwecke nicht ausreichend erschien und die R 35
den Vorzug erhielt, wurde die Produktion der R 23 1940 wieder eingestellt. In den zerstörten BMW Produktionsanlagen wurden nach Ende des Krieges zunächst Fahrräder produziert. Einige Experimente mit einer 100cc Zweitakt-Boxer Maschine (R 10
genannt) führten nur bis zum Prototypen-Stadium. Im Sommer 1947 hatte man jedoch, nachdem absehbar wurde, daß man wieder 250cc Maschinen produzieren durfte, Konstruktionspläne angefertigt. Dieses war erforderlich, da alle Vorkrioegspläne
zerstört waren. Daher haben die tüchtigen BMW-Leute einfach eine Vorkriegs- R 23 auseinandergenommen und vermessen. Ende 1948 konnten dann die ersten Motorräder der BMW Nachkriegsproduktion ausgeliefert werden: Die neue R 24
war zudem in einigen Details verbessert: die Kipphebellagerböcke waren nun eingepreßt statt eingegeossen, ein Fliehkraftversteller kümmerte sich um die Findung des richtigen Zündzeitpunktes und ein höherer Kolbenboden verdichtete auch höher. Das Motorrad leistete nun 12 PS.
Weitere Modellpflegemaßnahmen führten zur R 25 mit verschweißtem (und damit seitenwagentauglichen) Rahmen und einer ungedämpften Hinterradfederung. Größere Schutzbleche vermittelten ein solideres Äußeres.
1951 erschien dann die weiter modellgepflegte R 25/2, erkennbar am neuen Sattel und einer geänderten Linierung. Die dritte Auflage der R 25 hieß, logisch, R 25/3
und war schon fast etwas mehr als modellgepflegt. Der Markt boomte, und es wurde in Weiterentwicklung investiert. So war die /3 mit Leichtmetallfelgen, mit geraden Speichen in Vollnabentrommeln eingespeicht, 18 Zoll Rädern, größerem Tank mit integrierter Luftleitung, höherer Kompression und einer auf 13 PS erhöhten Leistung durch den 24mm Vergaser (statt 22mm beim Vorgängermodell) ausgerüstet. Auf den ersten Blick erkennbar ist die mehr als 47.000-fach gefertigte Maschine an den verchromten Standrohren der Vorderradgabel.
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