DKW SB 200
Zum Modell SB 200 können wir Ihnen bereits eine ganze Menge bieten: Die Geschichte eines ganz besonderen Motorrades ist auf dieser Seite. Über die Links erhalten Sie mehr Informationen zu diesem Modell:
Ersatzteilkatalog Nr. 46 zu SB 200 und 250 Sport (Modelle mit dem langen Radstand /Tank)
Bedienungsanleitung gibt´s hier zum Download (PDF Format)
Und hier zur Geschichte unserer SB 200. Eine DKW SB 200 aus dem Jahre 1935. Ein Brot-und Buttermodell der dreissiger Jahre, sagen Sie, ist nichts besonderes?
Dieses Motorrad schon: Ausgeliefert am 20.März 1935 vom Auto-Union Werk DKW in Zschopau, hat der Bielefelder Sattler Helmut Marks am 2.April 1935 das Fahrzeug gekauft und mit dem polizeilichen
Kennzeichen IX 10747 zum Strassenverkehr zugelassen. Am 13. Januar 1937 hat er es veräussert an Hartwig Lenger in Lemgo, der das Motorrad dann mit dem Kennzeichen L 16354 zugelassen hat. Nach
dem Krieg ist das Fahrzeug noch von 2 Mitgliedern der Familie Lenger vom 4. August 1947 bis zum 29. Juni 1948 bewegt worden. Und danach ist es in einen Dornröschenschlaf gefallen.
Anfang 1996 wurde die kleine DKW wieder ausgegraben, jedoch kaum gefahren. Ein paar Handgriffe waren notwendig, um ausgehärtete Gummidichtungen gegen moderne zu ersetzen, neue Reifen und
eine Batterie zu montieren. Danach war die DKW bis zum Januar 1999 zugelassen, wurde aber kaum bewegt. Dies wird sich nun ändern: auf der nächsten Veteranenrallye in Ibbenbüren wird das Motorrad wieder eine längere Strecke fahren.
Was heisst eigentlich Originalzustand? Originalzustand heisst, das Motorrad hat die Patina von 65 Jahren. Es ist unrestauriert, weil eine Restauration alles unwiederbringlich zerstören würde, was dieses Fahrzeug so selten und so wertvoll
macht. Es hat einen Krieg offensichtlich schadlos überstanden (hunderttausende Artgenossen können das nicht von sich behaupten!) und konnte sich offensichtlich gut verstecken, als Motorräder Ende der
fünfziger und in den sechzigern nicht so angesagt waren. Und in den siebzigern haben die jungen Wilden andere Kisten bis zur Unkenntlichkeit zerritten und die kleine DKW einfach übersehen. Heute ist
dieses Motorrad die beste Vorlage für den Originalzustand, die ein DKW-Restaurierer sich erträumen kann.
Es sind alle Unterlagen vorhanden (Original-Brief, Handbuch, Ersatzteilliste). Die Bowdenzughüllen sind
lederummantelt, Lack und Chrom wurde Anfang 1935 in Zschopau auf die frischproduzierten Teile aufgebracht (damals gab es noch Chrom, zwei Jahre später wurde dieser Rohstoff für (Rüstungs-)
Industrieprodukte verwendet und Fahrzeugteile wurden schwarz lackiert), und die Kennzeichen datieren vom 13.Januar 1937. Kupferplaketten am Werkzeugkasten aus Köln und Koblenz erzählen von pannen-
und unfallfreien Fahrten (oder würden Sie eine Plakette anbringen, wenn die Mühle ständig nervt?) 



Internet für Oldie-Fans
§§ Zulassung & TÜV
TÜV-Regeln
Oldtimer-Zulassung
Muster-Kaufvertrag
Mustergutachten
Update-Service
Hier erhalten Sie eine e-mail, wenn es bei motoclub.de was Neues gibt!
