Sunbeam

Sunbeam Motorräder wurden traditionell in Wolverhampton gebaut. Bereits in den zwanziger Jahren zeichneten Sie sich durch besondere Zuverlässigkeit und Sportlichkeit aus. Bekannte Fahrer wie Erich Pätzold (Köln) und Otto Kagerer (München) bewegten diese sportlichen Einzylinder in Deutschland. International waren dies Francois Frankoni, Edgar D´Eternod (Schweiz), Achille Varzi, Luigi Arcangeli, Mario Colombo (Italien). Nach den zwei Siegen in der Senior-Tourist Trophy (Charlie Dodson 1928, 1929) wurden die Plazierungen jedoch immer schlechter. 1931 folgte prompt die Übernahme der einstigen Herstellerfirma Marston Ltd. vom ICI-Konzern übernommen wurde, wandelten sich die Sunbeam-Motorräder zum Standardprodukt. 1938 wurde die Fertigung nach London zu AMC verlegt, wo u.a. auch die Matchless und AJS Motorräder produziert wurden.

1946 wurde noch einmal ein ganz neues und modernes Modell auf die Räder gestellt: die Sunbeam S7 (Touren-Modell) und S8 (Sportmodell). Die Konstruktion erschien auf den ersten Blick modern: die Kurbellwelle liegt längs im Fahrwerk, das Getriebe ist angeblockt und eine Kardanwelle übernimmt die Sekundärübertragung zum Schneckenrad-Achsantrieb (!). Im Fahrbetrieb gaben sich die neuen Parallel-Twins trotz 26 Nominal-PS und OHC Konstruktion eher träge. Und das Manko (fast) aller Konstruktionen von der Insel, die dauernde Neigung zur “Ölsardine”, blieb, trotz Tunnelgehäuse. Die aussergewöhnliche Konstruktionsdetails werden auf einer Seite des Prospekts zusammengefasst:

 

Die Fahrzeuge von Sunbeam, insbesondere die aus den 20igern und frühen 30igern, erfreuen sich steter Beliebtheit. Wer jedoch mit dem Gedanken spielt, sich diese Fahrzeuge näher anzuschauen, sollte jedoch in jedem Fall den Englisch- Kurs in der Volkshochschule buchen. Deutsches Material ist rar!

Sunbeam Club Schaffhausen (CH) mit Werkstatt für S7/ S8 (Mailkontakt)

Sunbeam-Prospekt 1923      Sunbeam 1928

Sunbeam Model 6    Sunbeam Model 7     Sunbeam Model 9    

Sunbeam OHC Model    Sunbeam TT-Model

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