Zündapp - die 2. Generation

Technische Daten / Modellübersicht

Am 1. April 1928 wurde die Steuerfreiheit bei Motorrädern auf 200 cmausgedehnt - die Branche erlebte einen gehörigen Aufwind. Zu dem Zeitpunkt konnte Zündapp kein entsprechendes Modell anbieten, nahm jedoch im Juli des gleichen Jahres ein neues Modell in sein Programm auf, welches erstmals mit Leichtmetallkolben ausgerüstet war: die Z 200. Sie war in drei verschiedenen  Ausführungen erhältlich: mit abgerundetem oder eckigem Stecktank oder mit dem neuen Satteltank. Ende 1928 löste dann die Z 300 das Einheitsmodell EM 249 ab, welches Anfang 1929 als 50.000. Zündapp-Motorrad die Werkshallen verließ. Bei diesem Modell wurden die Vordergabel und der Rahmen unter Verwendung von Profilstahl hergestellt - eine Besonderheit, auf die Zündapp in seiner Werbung gezielt hinwies.

Bildquelle: Zündapp im Bild, Motorbuchverlag, Stuttgart

Im Jahre 1929 gelangte die Konjunktur zu ihrem Höhepunkt. Zündapp erreichte eine Jahres- produktion von über 25.000 Stück. Doch am Ende des Jahres wirkte sich die beginnende Rezession bereits deutlich auf die Stückzahlen aus. Trotz diesem Abwärts-Trend brachte Zündapp 1930 drei neue Zweitakter-Modelle auf den Markt: die S 200, die S 300 und die “Rekord”.Diese S-Versionen hatten nun serienmäßig elektrische Beleuchtung, die “Rekord” wurde mit Fenag-Schwungradzünder und 1931 auch mit Standmagnet-Zündung ausgeliefert. Im Gegensatz zur “Rekord” waren S 200 und S 300 mit kombinierter, fußbetätigter Vorder- und Hinterrad-Innenbackenbremse versehen. Der Gazda-Federlenker wurde auf Wunsch bei der S 300 als besondere Neuerung von vielen Firmen montiert.

Um sich der Marktsituation anzupassen, brachte Zündapp im gleichen Zeitraum  erstmals zwei Viertaktermodelle heraus: die S 500 als Tourenmotorrad und die SS 500  als Sportausführung.
Zur
Restaurierung der SS 500 von A.Ulm

Hier eine S 300 mit 298 ccm, Einzylinder-Zweitaktmotor von 1930

Bildquelle:Motorrad Legenden, Verlag Tümmels, Nürnberg

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