Württembergia Motorräder

Wer vermutet, daß die Arbeiter in der  “Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen und Motorradwerke” geschwäbelt haben, liegt ausnahmsweise ganz falsch. Es waren waschechte Preußen, die in den späten 20iger und frühen 30iger Jahren hochwertige Motorräder produziert haben. motoclub.de Leser und regelmäßiger Starter auf Württembergia bei der Pfingstrallye in Ibbenbüren Rüdiger Bollmann berichtet über die nicht ganz alltägliche Motorradmarke.

Viel ist nicht über die „Württembergia AG“ bekannt. Es gab zwei Landmaschinen- Werke in Loburg und in Mengen. Die Produktion von Motorrädern und Fahrrädern begann ca. 1925 in Berlin Lützowstrasse Nr. 84. Aus dieser Zeit ist nur eine Maschine mit 183 ccm JAP- Motor bekannt. Wahrscheinlich ist man aus Platzgründen 1928 nach Velten, nördlich von Berlin, umgezogen.

Hier wurde die Palette auf Maschinen mit 175 ccm bis 600ccm erweitert. Es waren alles Konfektionsmaschinen mit englisch Blackburne-Einzylinder- Viertaktmotoren. Die Getriebe waren von Sturmey Archer, Burman  und später auch von Hurth. Eine Übersicht über Modelle und Rahmennummern ist auch erst ab 1928 bekannt.

Modell “B.S. 29” 200cc, 6PS

Als 1930 durch einen Betriebsunfall der Firmenchef verstarb, verkaufte die Witwe das Motorradwerk an ein jüdisches Konsortium. 1931 wurde das Werk nach Berlin-Borsigwalde verlegt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten endete 1933 die Motorradproduktion.

Experten schätzen den erhaltenen Bestand von Württembergia Motorrädern auf nicht mehr als 50 Exemplare ein.

Nähere Informationen und Hinweis unter E-Mail Adresse rue-bo@web.de  .

 

 

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