Zündapp - die Nürnberger Jahre 1922-1958

“Wie alles begann”                                                                                                                                                      

Der 1875 geborene Firmengründer Fritz Neumeyer erwarb 1903 die in Konkurs geratene Spiel- und Metallwarenfabrik Köllisch in Nürnberg - es entstand die Metallwarenfabrik Neumeyer. Neben Spielzeug- Dampfmaschinen nahm Neumeyer die Produktion von Messingrohren auf, deren Hauptabnehmerin die deutsche Automobilindustrie wurde. 1917 gründete er, zusammen mit der Friedr. Krupp AG und der Werkzeugmaschinenfabrik Thiel die Zünder- und Apparatebau- gesellschaft m.b.H in Nürnberg, welche 1919 bereits in den Alleinbesitz von Neumeyer überging und von da ab den Namen “ZÜNDAPP -Gesellschaft für den Bau von Spezialmaschinen m.b.H trug. Jahre später, als die Firma Neumeyer sich bereits vergrößert und weiterentwickelt hatte, beschloß Neumeyer 1921 nach einem Besuch einer Automobil- und Motorradausstellung der Herstellung eigener Motorräder zu wagen. Eine Erfolgsgeschichte begann! Das erste von Neumeyer gebaute Motorrad war die Z 22, die bis Ende 1922 bereits 1500 mal ausgeliefert wurde und die Bezeichnung “Das Motorrad für Jedermann” trug.

Bildquelle: Zündapp im Bild, Motorbuchverlag,  Stuttgart

Neben dem Verkauf im Inland exportierte Zündapp in zunehmenden Stückzahlen auch ins Ausland. Das Bild zeigt die Abholung zweier Z 22 durch italienische Händler. Zündapp entwickelte sein Volksmotorrad der ersten Generation bis 1928 ständig weiter. Es entstanden Modelle mit 2- bzw. 3-Ganggetriebe sowie Kettenmodelle mit unterschiedlicher Leistungsstärke. Abgerundet wurde diese Reihe mit dem “Einheitsmodell” EM 250 (bzw. 350), von dem insgesamt fast 28 000 Stück gebaut wurden. Drei Jahre lang wurde dieses Motorrad in Serie gebaut, bzw. lief vom Band - ein Zeichen dafür, daß man sich von Anfang an um eine rationelle Fertigung bemühte.

 Bildquelle: Zündapp in Bild, Motorbuchverlag, Stuttgart

Dieses Bild zeigt den Motoreneinbau auf schienengeführten Rollböcken (Einheitsmodell)

Zum einen der Klassiker “60 Jahre Zündapp” von S. Rauch (ehem. Chefredakteur von “Das Motorrad”) und H.Kletzke (ehem. Zündapp Werbeleiter) in einer erweiterten Neuauflage. Zum anderen gibt es das Buch “Zündapp Prospekte 1947-1984” von J. Kleine Vennekate, welches das Werk von H.Kletzke eindruckvoll wiedergibt. Da die Bücher nicht in jedem Buchhandel erhältlich sind, können Sie diese online direkt beim Verlag bestellen. Einfach auf die Bücher klicken!

Im Verlag J. Kleine Vennekate sind zwei interessante Bücher zum Thema Zündapp erschienen:

motoclub.de

Internet für Oldie-Fans