You Know you want one
Restaurierungsbericht einer Brough Superior SS80 aus dem Jahre 1933
Der Vergaser mit Benzinhahn und Ansaugkrümmer Nach einiger Recherche war nicht klar, ob 1933 noch ein Messingvergaser (mit den vier Luftlöchern im
unteren Teil der Mischkammer) verbaut war, oder bereits ein geschlossener Druckgußvergaser. Heute scheint es erwiesen, das ein Messingvergaser richtig ist. Nun ist es kein Problem, bei den einschlägigen
Händlern was zu bekommen. Das Problem ist der Preis. Für den Amal Vergaser mit 1 1/16” Durchlaß werden gern einige hundert Euro aufgerufen, besonders in der Messingversion. Also habe ich einige Kantakte per email angeschrieben, und hatte
schnell ein Gußgehäuse ohne Schwimmerkammer für 125 Euro gefunden. Die Schwimmerkammer gab es dann ohne Deckel auf der Veterama für weitere 10 Euro. In England hat ein Spezialist dann beides komplettiert, gereinigt, und überholt, und dafür
inklusive Porto noch einmal 125 Euro aufgerufen. Unterm Strich eine lohnende Aktion, denn so war ein guter Vergaser für rund ein Drittel des Profi-Preises an Bord.
Der Benzinhahn war vorhanden, wurde zerlegt, mit neuen Korkplättchen vom Oldtimermarkt belegt und dann frisch vernickelt wieder zusammen gebaut. Funktioniert einwandfrei.
Die Benzinleitungen wurden aus Kuper gebogen und mit einer Chromschicht versehen. Anschlußstücke sind weich aufgelötet. In der Mitte der Leitung habe ich zur Entkopplung der Motorvibrationen ein Stück
Gummischlauch eingesetzt. Die bei den Motorrädern der zwanziger Jahre übliche Wendel habe ich nicht verwendet, weil dies einfach nicht zu diesem doch schon sehr modernen Chrommodell passt.
Der Ansaugkrümmer ist beim Club als Rohteil verfügbar. Weil der Vergaser vom Überholen mit einem schönen Trichter versehen war, habe ich den “Muffler” noch nicht fertig gestellt und angebaut. Eine typische Arbeit für den nächsten Winter.
Im langen Leben des Motorrades ist der Vergaser
offensichtlich mal abhanden gekommen. Außer ein paar Kleinteilen war beim Kauf nichts dabei, was auf die originale Gemischfabrik hinwies. Auch der Ansaugkrümmer glänzte durch Abwesenheit. Die
“works records card” gibt an, einen Amal 1 1/4” (und das ist in der Regel bei Broughs nicht der Durchlaß, sondern das Anschlußmaß), eine Schwimmerkammer (häufig waren Brough Superior Motorräder mit Doppelschwimmerkammern ausgestattet), und
Ansaugkrümmer sei verwendet worden. Der Benzinhahn war hingegen vorhanden.
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