Zulassung und TÜV
Bevor Sie Ihr Motorrad im öffentlichen Strassenverkehr bewegen dürfen, müssen Sie sich zunächst für die Art der Zulassung entscheiden. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile haben:
motoclub.de hilft Ihnen, die richtige Zulassung für Motorrad zu finden.
“Normale” Zulassung:
Wenn das Fahrzeug öfter oder gar regelmässig bewegt werden soll, weniger als 30 Jahre alt ist oder weniger als 650 cc hat,
ist dies die richtige Zulassungsform. Bei Fahrzeugen, die älter als 20 Jahre sind, gewähren die Versicherungen häufig den sog. Oldtimertarif (z.B. die LVM), der einen Einstieg mit der niedrigsten Prozentstaffel bedeutet und mit zusätzlichen Vorteilen
in der Teilkasko-Versicherung ausgestattet ist. Die normale Zulassung bietet ausserdem die Möglichkeit, sich eine “sprechende Nummer” zu holen, z.Beispiel B-MW 500, oder OS - L 250. Bei der Zulassung nachfragen, wenn gewünscht, kostet manchmal
eine zusätzliche Verwaltungsgebühr (Münster verlangt z.B. 20 Mark).
Oldtimer Zulassung (Historisches Kennzeichen):
Dies ist eine Variante der “normalen” Zulassung. Vorteil ist die Begrenzung der Steuer auf
maximal 90 DM pro Jahr und ein Pluspunkt beim Verkauf des Fahrzeuges (warum eigentlich?). Nachteil: Auf dem Kennzeichen erscheint ein zusätzlicher Buchstabe (H), was die Verwendung kleiner Tafeln schwieriger macht, und die Pauschalsteuer von
90 DM bringt erst bei Fahrzeugen ab 650 cc Vorteile, unterhalb dieser Schwelle zahlt man drauf.
Um eine Oldtimer-Zulassung zu bekommen, muss das Fahrzeug
Rotes Oldtimer-Sammler-Kennzeichen: Tip:
Wer z.B. eine BMW R75/5 und eine DKW RT 200 mit einem roten Oldtimer-Kennzeichen fahren möchte, steckt in der Zwickmühle: für die BMW ist laut StVZO ein “grosses” Nummernschild (min. 240 x 240 mm) erforderlich, die DKW darf aber (und sollte aufgrund der unzureichenden Kennzeichenbeleuchtung) mit einem Kleinkradschild (160 x 240 mm) bewegt werden (siehe TÜV-Regeln). Auch wenn die Zulassungsstelle sich hartnäckig gibt: es ist ganz legal möglich, eine Ausnahmegenehmigung für
zwei Kennzeichentafeln zu erhalten; ein grosses und ein kleines. Selbstverständlich darf immer nur ein Fahrzeug zur gleichen Zeit bewegt werden.
Für den Sammler scheint diese Zulassung in Deutschland die bisher beste Alternative zu sein.
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Kurzzeitkennzeichen: Wir haben einige Tips für
Möchten Sie Ihr Fahrzeug nur ein-, zweimal im Jahr bewegen, so bringt diese Variante durchaus Vorteile:
Sie gehen also zur Zulassungsstelle, holen sich einen roten Fahrzeugschein, der maximal 5 Tage gültig ist, lassen sich ein Schild
fertigen, und los geht die Fahrt. Sie haben überschaubare Kosten (ich habe 1999 in Münster 27,50 DM gezahlt - inkl. Schild!), und das Fahrzeug verursacht keine fixen Kosten, wenn es warm und trocken in der Garage steht. Und falls Sie doch
öfter fahren möchten, können Sie immer noch anmelden.
Nachteile: Spontanfahrten sind nicht möglich. Sie müssen vor jedem geplanten Einsatz zur Zulassungsstelle, das Kennzeichen ist riesig und eigentlich nur für PKW gedacht, Sie haben keine
Oldtimer-Teilkasko Versicherung gegen Diebstahl oder Brand etc.. Die Nutzung des Kennzeichens ist begrenzt auf Probe- Einstell- und Überführungsfahrten, es gilt an dieser Stelle das gleiche wie für das rote Oldtimer Sammlerkennzeichen.
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