Ausfahrt “Rund um Bad Münstereifel 2010

Die “Internationale Ausfahrt ‘Rund um Bad Münstereifel’” für Motorräder und Gespanne bis Bj. 1939 mit dem Schwerpunkt “Rheinische Motorräder” hat sich im Laufe der Jahre zu einer echten Perle in der deutschen Oldie-Szene entwickelt. Hier hat der Initiator Josef Wehrhahn ganze Arbeit geleistet. Die Eifel mit ihren herrlichen kleinen Sträßchen luden bei perfektem Motorrad-Wetter zum bummeln ein, und der Josef hat wieder ein tolles Starterfeld aufgestellt. Rund 180 Teilnehmer kamen zum Start nach Insul. Die Strecke bestand aus Steigungen, die so manchen Teilnehmer in den ersten Gang zwangen (so sie ihn denn fanden...), Spitzkehren mit Alpin-Feeling aber auch längeren Graden, auf denen die teilweise durchaus potenten Gefährte es mal laufen lassen konnten.

Anders als in den letzten Jahren fand die Frühstückspause bei der Winzergenossenschaft in Mayschoß (die übrigens die älteste Winzergenossenschaft Deutschlands hat Ihren Brunnen für uns kräftig sprudeln lassen!) statt. Von dort aus ging es zur Burg Satzvey, dem mittlerweile traditionellen Mittagsstop. Dort fand sich ein buntes Publikum ein, von der festlich gekleideten Hochzeitsgesellschaft (in der Burg Satzvey befindet sich das Standesamt der Stadt Mechernich) über die Motorradfahrer bis hin zu den interessierten Zuschauern. Das rheinische Büffet “oll ju kän iit” versprach traditionellen Sauerbraten und andere typische Köstlichkeiten der lokalen Küche. Wobei ich - als gebürtiger Westfale - “typisch rheinisch” eher als Warnung denn als Einladung verstehe... “Aus gegebenem Anlaß” sozusagen. Aber in den kleinen Kneipen im Burghof gab es auch andere Leckereien - wer hier nicht satt wurde, hatte entweder sein Portmonnaie vergessen oder durch Panne die Mittagspause nicht erreicht.

Eine Sache möchte ich nicht unerwähnt lassen: eine Ausfahrt dieser Größenordnung erfordert viele Helfer, die Ihre Freizeit dafür verwenden, unsere Ausfahrt für alle Teilnehmer angenehm und einfach zu machen. Neben dem Organisator Josef Wehrhahn sind noch ein paar Dutzend Helfer im Einsatz, die die Ausschreibung und die Nennungen bearbeiten, das Programmheft gestalten und anfertigen, den Straßenverkehr an neuralgischen Punkten regeln bis hin zur Säuberung der Toiletten und Duschen im Fahrerlager. Dabei möchte ich insbesondere die Gastfreundschaft des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Mayschoß hervorheben. Trotz einiger Widrigkeiten haben die Damen und Herren des Vereins dafür gesorgt, daß wir einen ordentlichen Platz für unsere Motorräder hatten, und Toiletten für die Fahrer und Fahrerinnen. Wir hoffen natürlich, dort auch in den nächsten Jahren wieder willkommen zu sein!

Natürlich ging es bei den vielen freundschaftlichen Gesprächen in erster Linie um das gleiche Thema: die tollen Motorräder, die sich auf die Strecke begeben haben. Alle zu nennen und zu zeigen, ist fast nicht möglich, deshalb mögen alle nichtgenannten Fahrer mir verzeihen. Es gibt jedoch noch weitere Chancen, mehr über die Ausfahrt, die Teilnehmer und die startenden Maschinen zu erfahren:

- im VFV Forum sind viele Fotos und Kommentare zur Ausfahrt eingestellt, einfach anmelden (falls noch nicht geschehen) und unter “Rallyes” nachschauen!

Und hier ein paar Bildeindrücke der Ausfahrt:

 

 

Terrot HT Bj 1925

 

 

 

 

 

 

 

 

Douglas Rennmaschine 1928 - eine echte Rarität, das Ding geht wie Sau!

 

 

 

 

 

 

Schrauberpech - aber zum Ende lief es doch!

 

 

 

 

 

 

Sunbeam Longstroke, Anf. der dreißiger (1931?)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tornax Gespann mit JAP 8/30

 

 

 

 

Ardie “Jubiläumsmodell” Bj 1930 - tolle Restaurierung!

 

 

 

 

 

 

 

BMW R66 Bj 1939

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motosacoche Stecktankmodell (anders als im Katalog beschrieben) aus den zwanzigern

 

 

 

 

 

 

 

 

Ariel “Red Hunter” Bj 1939

 

 

 

 

 

 

 

Ardie im Vordergrund, Moto Guzzi dahinter

 

 

 

 

 

 

Auf Burg Satzvey gab es eine Ausstellung von 3 Megolas - herrlich!

 

 

 

 

 

 

 

Thomas von der Bey - Enkel des AWD Firmeninhabers August Wurring - sitzt schon mal Probe...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glücklich wieder im Fahrerlager - Imperia 500H Bj 1928 mit Satteltank

 

 

 

 

 

 

Beobachtung im Fahrerlager: Lesen bildet! Insbesondere, wenn der Autor Carl Hertweck heißt, in den 50iger Jahren Chefredakteur bei “Das Motorrad” war und ein echter Schrauber / Praktiker war! Tolles Buch, sollte in keiner Oldie-Motorrad-Werkstatt fehlen.